Maria Messina ins Deutsche übersetzt von Leopold Federmair

Karin Fleischanderl im Gespräch mit dem Übersetzer

Lesung und Gespräch am 14. Januar 2025 im Literaturhaus Wien

Link zum Nachschauen:
https://www.literaturhaus-wien.at/event/ins-deutsche-uebersetzt-von-leopold-federmair/

Maria Messina erzählt in ihrem zu Beginn der 1920er Jahre geschriebenen Roman Eine Blume, die nicht blühte die Geschichten mehrerer junger Frauen, die um ihre Selbstbehauptung kämpfen. Die Protagonistin, die einige Züge der Autorin trägt, geht mit ihrem Vater aus der Toskana nach Sizilien, wo sie gegen strikte Verhaltensregeln und rückständige Gebräuchen aufbegehrt. Maria Messina wirkte mit ihrer Literatur als Vorkämpferin weiblichen Selbstbewusstseins und behandelt in diesem Roman nicht zuletzt auch den italienischen Nord-Süd-Konflikt.

Welche Stolpersteine birgt die Übertragung der sensibelt aus weiblicher Perspektive mit einem sanften Realismus geschilderte Geschichte ins Deutsche? Über das Unterfangen und die Beweggründe, den Roman fast 100 Jahre nach seinem Erscheinen auf Italienisch ins Deutsche zu übersetzen, spricht Karin Fleischanderl mit Leopold Federmair.

Maria Messina, 1887 in Palermo geboren, konnte sich als erste Frau im italienischen Literaturbetrieb durchsetzen, obwohl sie nie eine Schule besuchte. Zunächst veröffentlichte sie Kinderliteratur, bald aber auch Erzählungen und Romane für Erwachsene. Obwohl sie nach Norditalien zog, blieb das sizilianische Leben Teil ihres Schreibens. Die Multiple Sklerose, an der sie mit zwanzig erkrankt war, setzte ihrer Karriere ein frühes Ende.

Leopold Federmair übersetzt aus dem Französischen, Spanischen, Italienischen und Japanischen, und er ist Schriftsteller. 2012 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

Karin Fleischanderl ist als Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen und u.a. als Herausgeberin tätig. 1995 wurde sie mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

 

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